Omegron

Omegron ist eine Geheimgesellschaft, die sich mit dem Auffinden und Sicherstellen von Artefakten befasst, die die Büchse der Pandora öffnen würden und das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkel empfindlich stören könnten. 

Motto von Omegron: "DIRIGERE NON REGERE" - Lenken, nicht leiten.

Inhaltsverzeichnis

Die Entstehung
Die Organisation
Die Aufgaben
Literatur & Einzelnachweise

Die Entstehung

Hallstatt, 150 v. Chr.: Der junge Mogetius begleitet seinen Lehrmeister, den Druiden Ogmios auf die umliegenden Wiesen vor der Siedlung – Kräuterkunde steht auf dem Stundenplan. Mogetius langweilt sich zu Tode. Wie man Löwenzahn zum Heilmittel weiterverarbeitet interessiert ihn nicht, viel spannender ist die Frage, was es heute zu Essen gibt – der letzte Hirseeintopf scheint Tage her zu sein. Während Ogmios über eine Tinktur gegen Hühneraugen schwadroniert, bleibt Mogetius in Gedanken versunken zurück und streicht geistesabwesend über das hüfthohe Gras der Blumenwiese. Das sieht er plötzlich etwas im Gras: Eine kleine Figurine, die Statue einer nackten Frau mit großen Brüsten und ausladenden Hüften. Fasziniert tritt er näher. Die Figur ist rot und sieht aus wie neu, als ob sie jemand gerade eben erst dort abgesetzt hätte. Mogetius blickt auf, kann aber nirgendwo einen potentiellen Besitzer entdecken. Irgendwas an der Statue ist seltsam, aber auch seltsam verlockend: Er fühlt sich leicht schwindlig, als er die Hand danach ausstreckt. Aber während er noch völlig im Bann der Statue steht, der Hirseeintopf plötzlich vergessen ist, die Grillen ihren Gesang einstellen und die Welt ein wenig dunkler zu werden scheint, kommt ihm Ogmios zuvor und schlägt seine Hand beiseite. ‚Nicht anfassen,’ sind seine einzigen Worte und Mogetius weiß instinktiv, dass sein Lehrmeister ihm damit das Leben gerettet hat. An diesem Tag ändert sich die Geschichte der Welt.


Omegron Logo



Venus von Willendorf,
(Skizze Omegron)

Wie die Venus nach Willendorf gekommen ist, weiß niemand. Aber der Bau der Donauuferbahn 1908 fördert Wissen zutage, das für immer begraben sein sollte. Fast gleichzeitig erhält der Archäologe Josef Szombathy ein mysteriöses Telegramm: Kommen Sie zur Baustelle – STOP – sie ist wieder da – STOP – beeilen Sie sich. Sofort macht sich Szombathy auf den Weg, aber für den Bauarbeiter, der die Venus ausgegraben hat, kommt jede Hilfe zu spät: Nur seine Spitzhacke deutet darauf hin, dass er jemals hier war – das Metall ist geschmolzen, der Schaft verbogen. Der Mann selbst wurde nie wieder gesehen. Szombathy weiß, was er zu tun hat: Schon vor Jahren hat er eine Kopie der Venus anfertigen lassen, die er nun gegen das Original tauscht und dieses in einem eigens dafür gebauten Gefäß verschwinden lässt. Das Gefäß schickt er seinem Freund und Kollegen Hans Thirring, der das Artefakt sofort in die Sammlung integriert.

Die Organisation

Thirring ist Leiter der Geheimgesellschaft namens Omegron, die sich mit dem Auffinden und Sicherstellen jener Artefakte befasst, die die Büchse der Pandora öffnen würden und das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkel empfindlich stören könnten. Seit Mogetius, dem keltischen Gelehrten und Gründer der Geheimgesellschaft, wurde sein Wissen von Generation zu Generation weitergegeben, vermehrt, gehütet und vor der Öffentlichkeit versteckt. Omegron sieht sich als Gesellschaft der Wächter und Grenzer, die einem ganz einfachen Kodex folgt: Lenken, nicht leiten. Jedes Mal, wenn ein Ereignis die Welt aus der Bahn zu werfen droht, spüren die Mitglieder des weit verzweigten Netzwerkes die Ursache auf, operieren im Verborgenen, ziehen die Fäden im Hintergrund und stellen sicher, dass der rechte Weg bestehen bleibt. Dauerhafte Standorte von Omegron befinden sich angeblich in Wien und Linz. Aber immer wieder tritt Omegron auch regional in Erscheinung und zieht ihre Fäden.


geheimes Röhrensystem

Die Aufgaben


Monolith


Omegron hat sich zur Aufgabe gemacht die Grenzen zu bewahren. Nicht nur die Grenzen zu irdischen Feiden, sondern auch die Grenze zwischen Schatten und Licht. In ihrem Besitz befindet sich der schwarze Monolith von Sultan Süleyman, der seinen Feinden düstere Gedanken und der Stadt seine melancholisch-morbide Ader verliehen hat. In ihrem Besitz befindet sich der Runenstein vom Stephansdom, der das uralte Wesen unter seinen Mauern in Schach hält. In ihrem Besitz befinden sich ägyptische Schriftrollen, Dokumente zur Vampirepidemie in Schlesien, geheime Schreiben des Papstes an den Kaiser, Gesandtschaftsberichte aus Konstantinopel über verschwundene Städte in Arabien. In dem weitläufigen Kellergewölbe befindet sich Sissis letztes Haar, das den Geist der Kaiserin immer noch an die Welt der Lebenden bindet. Der Spiegel, der den Basilisken zu Stein werden ließ. Ein unbekanntes Musikstück Mozarts, das nur von einem ähnlichen Genie gespielt werden kann – wer es als Normalsterblicher trotzdem versucht, bereut es.

Auch jene, die wir Ungläubigen als Mythos abtun, sind sicher verwahrt in den Händen von Omegron: Der liebe Augustin spielt seine Lieder zur Belustigung von Omegrons Mitgliedern, der zu Stein erstarrte Basilisk kann sich zwar nicht bewegen, aber aus den rotglühenden Augen spricht immer noch die Mordlust. Das Donauweibchen wird in einem Wassertank gehalten, dem man sich nicht mehr als 10 Schritte nähern darf. Ein roter Strich markiert die Grenze zur Verführung – darüber hinaus wird der Sirenengesang zu laut, der Wunsch ins Wasser zu gehen übermächtig. Das rumänische Medium Eleonore Zugun spürt ab und zu noch den Teufel in sich und lässt Gegenstände durch den Raum fliegen. Und die Gräfin Seeau sitzt zwar hinter Schloss und Riegel in einem fürstlich eingerichteten Zimmer – das hält sie aber nicht davon ab, ihre Beschwörungen an unvorsichtigen Besuchern zu probieren, die ihr Essen bringen.


Donauweibchen

Das System von Täuschung und Tarnung hat Jahrhunderte lang gut funktioniert. Omegron hat der Welt weis gemacht, dass es sie nicht gibt. Dass es Magie nicht gibt. Dass der Teufel tot und die Wissenschaft lebendig ist. Aber in letzter Zeit häufen sich die mysteriösen Ereignisse. Die Toten häufen sich. Der Fettfischer Karli erzählt von Blutströmen, die den Kanal hinunter fließen. Der Pompfüneberer Franz Swoboda fischt seltsam verdrehte Leichen aus der Donau und verscharrt sie heimlich auf dem Friedhof der Namenlosen. Und aus dem Stein des Basilisken dringt grauer Rauch – wie lange wird sein Gefängnis noch halten?

Manche Mitglieder glauben, es liegt an einer ungünstigen Konstellation der Gestirne. Andere wiederum sind überzeugt, ein letzter, großer Kampf steht unmittelbar bevor. Einige fatalistische Mitglieder behaupten, die Welt hat sich weitergedreht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Grauen in den Kellern von Omegron wieder an die Oberfläche bricht. Wenn das geschieht, ist Österreich verloren. Die ganze Welt ist verloren...

Literatur & Einzelnachweise

Der Mystery Prophet - Tagesaktuelle Nachrichten zu Mythen, Sagen und Legenden

Aktuelle Entwicklungen & Erkenntnisse - Was tut sich im Reich der Mythen & Sagen

Video Omegron - gefundenes Video (unbestätigt)

Background Informationen - zusätzliche Informationensquelle